Pforteneinfahrt Pforteneinfahrt der Justizvollzugsanstalt Detmold

Gleichzeitig hatte die Anstalt eine zweigeschossige Werkhalle und eine Fernsehüberwachungsanlage erhalten. Ebenfalls 1984, und zwar mit Wirkung ab dem 01.05.1984,wurde die Justizvollzugsanstalt Detmold nach dem Vollstreckungsplan des Landes Nordrhein Westfalen dem Einweisungsverfahren angeschlossen. Dieses bedeutete insbesondere für die Anstalt, dass sie nunmehr auch für die Unterbringung langstrafiger Gefangener (d.h. eine Vollstreckungsdauer von 2 Jahren bis lebenslänglich) zuständig wurde.

Im Dezember 1986 wurde das neue Pforten- und Verwaltungsgebäude fertiggestellt, in das Anfang 1987 die Verwaltung einzog. In dem ehemaligen Verwaltungsbereich, heute ein Teil von der Abteilung C, wurden neue Haftplätze geschaffen.

Einrichtung einer sozialtherapeutischen Abteilung Im März 2003 konnte schließlich nach Umbaumaßnahmen, mit denen ein erhöhter Sicherheitsgrad und die baulichen Voraussetzungen für die Einführung des Wohngruppenvollzuges geschaffen wurden, die sozialtherapeutische Abteilung ihre Arbeit mit einer Kapazität von 15 Haftplätzen aufnehmen. Neben der bislang schon bekannten Arbeit mit langstrafigen Gefangenen, die durch das Einweisungsverfahren der JVA Detmold zugewiesen wurden, hat die Behandlungsarbeit einen weiteren Schwerpunkt erhalten, nämlich den Umgang mit Sexual- und Gewaltstraftätern, die im Rahmen sozialtherapeutischer Maßnahmen so behandelt werden sollen, dass sie in die Lage versetzt werden, künftig ein Leben in Straffreiheit zu führen.

Einrichtung einer Abteilung für lebensältere Gefangene Seit Juli 2007 besteht in der Justizvollzugsanstalt Detmold eine Abteilung mit 22 Haftplätzen für lebensältere Gefangene in der Regel ab 62 Jahren. Die gesamtgesellschaftliche demographische Entwicklung, die sich auch im Strafvollzug widerspiegelt, eine zunehmende Delinquenz auch älterer Mitbürger sowie eine veränderte gerichtliche Verurteilungspraxis, die durch die Verhängung längerer Freiheitsstrafen und weniger Bewährungsanordnungen gekennzeichnet ist, bilden sich mittlerweile auch in der Belegungsstruktur des nordrhein-westfälischen Strafvollzuges ab.

Wir sind sicher, dass Behandlungsarbeit die beste Prophylaxe gegen weitere Straftaten ist.