Helfende Hände Quelle: © tommyS / PIXELIO

Sie wird im Strafvollzug als "Brücke nach draußen" angesehen und hat sich zum unverzichtbaren Bestandteil in der Straffälligenhilfe entwickelt. Das Engagement der ehrenamtlichen Betreuer ist eine unentbehrliche und positive Ergänzung der professionellen Behandlungsmöglichkeiten. Sie engagieren sich z.B. als Einzelbetreuer, leiten Gesprächsgruppen oder begleiten Inhaftierte bei und nach der Haftentlassung.

Jede Bürgerin/jeder Bürger, die/der seine persönliche und gesellschaftliche Verantwortung darin sieht, einen straffälligen Menschen zu betreuen, kann sich bei den Fachverbänden der Freien Straffälligenhilfe melden oder sich direkt mit dem Ansprechpartner für die Ehrenamtlichen Betreuer (siehe unten) in der hiesigen Justizvollzugsanstalt in Verbindung setzen.

Einer "Sicherheitsüberprüfung" müssen sich alle Personen unterziehen, die als ehrenamtliche Betreuer arbeiten möchten und die bereit sind, die geltenden Vorschriften und Regeln der Anstalt zu befolgen und zu respektieren.

Der optimale Betreuer sollte verständnisvoll, einsatzbereit, motiviert, geduldig, hilfsbereit, charakterfest, unbestechlich und humorvoll sein. Er sollte keine schwerwiegenden Probleme haben und in der Lage sein, bei aller Menschlichkeit und Wärme, die er mit einbringt, Distanz zu dem Gefangenen und seinen Angehörigen zu halten.

Auch Lebenserfahrung, Realitätssinn, Toleranz, Verlässlichkeit, Belastbarkeit und Reflektionsfähigkeit in Bezug auf das eigene Handeln sind wichtig.

Also ein ganz normaler Mensch!

Ein ehrenamtlicher Betreuer sollte mit dem Gefangenen über die verschiedenen Normen und Wertvorstellungen ins Gespräch kommen. Die persönlichen Schwierigkeiten versuchen zu lösen und zu mildern, mit Rat und Hilfe beistehen, damit ein Leben ohne Straftaten wieder lebenswert wird.

  Telefon Servicenummer
Gerne informiert unser Ansprechpartner für ehrenamtliche Betreuer:
Joachim Riedel
E-Mail: joachim.riedel@jva-detmold.nrw.de
Telefon: 05231 614-212